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Publiziert am 2. November 2026

Vorbild Baden-Württemberg: 15.000 Euro pro Carsharing-Auto am Land

Vorbild Baden-Württemberg: 15.000 Euro pro Carsharing-Auto am Land

Bild: carsharing.at

Gleich hinter dem Bodensee zeigt ein deutsches Bundesland, wie man Carsharing am Land gezielt anschieben kann: Baden-Württemberg fördert neue Carsharing-Angebote im ländlichen Raum und in kleineren Gemeinden mit einem Fixbetrag von 15.000 Euro pro Fahrzeug. In der aktuellen Runde sind neben Elektroautos erstmals auch Plug-in- und Vollhybride förderfähig.

Die Förderung im Überblick

  • Höhe: 15.000 Euro pro Carsharing-Fahrzeug, als einmaliger Zuschuss
  • Fahrzeuge: Elektroautos sowie Plug-in- und Vollhybride
  • Ziel: neue Carsharing-Angebote im ländlichen Raum und in kleineren Kommunen
  • Voraussetzungen: Das Angebot muss neu und öffentlich zugänglich sein. Free-Floating, stationsflexibles und nicht öffentliches Carsharing sind ausgeschlossen. Die Fahrzeuge müssen mindestens vier Jahre überwiegend in Baden-Württemberg im Einsatz sein.
  • Budget: insgesamt bis zu 500.000 Euro
  • Antragsfrist: bis Ende November 2026

Schon im Frühjahr 2026 hatte das Land in einer ersten Runde E-Carsharing-Fahrzeuge für 66 neue Standorte gefördert. Ergänzend gibt es in Baden-Württemberg eigene Programme für Ladepunkte und für die laufenden Kosten von E-Carsharing.

Warum das funktioniert

Am Land ist die größte Hürde für ein neues Carsharing nicht die Technik, sondern das Geld für die ersten Jahre: Ein Fahrzeug muss angeschafft werden, bevor genug Menschen es regelmäßig nutzen. Ein fixer Betrag pro Auto ist einfach zu beantragen, gut planbar und hilft genau dort, wo Gemeinden und kleine Betreiber am meisten Unterstützung brauchen. Dass auch Hybride gefördert werden, macht den Einstieg in Regionen leichter, in denen es noch wenige Ladestationen gibt.

Das wünschen wir uns auch für Österreich

Auch in Österreich gibt es Unterstützung für Carsharing, etwa für E-Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur oder einzelne Projekte von Bund, Ländern und Städten. Ein eigenes, einfaches Programm, das jedes neue Carsharing-Auto im ländlichen Raum mit einem fixen Betrag fördert, würden wir uns aber auch bei uns wünschen.

Die vielen Gemeinde- und Vereins-Carsharings in Niederösterreich, Oberösterreich, Vorarlberg oder Tirol zeigen, dass der Bedarf da ist und dass geteilte Autos am Land funktionieren. Mit einer Förderung nach dem Vorbild Baden-Württembergs könnten deutlich mehr Gemeinden den ersten Schritt wagen.

Sie möchten in Ihrer Gemeinde Carsharing starten? Hier finden Sie alle Infos für Gemeinden und Betriebe.

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