Publiziert am 9. Oktober 2026
Ein Carsharing-Auto ersetzt elf private Pkw

Bild: carsharing.at
Wie viel bringt Carsharing für Verkehr und Klima? Der deutsche Bundesverband Carsharing (bcs) hat aktuelle Zahlen seiner Mitglieder veröffentlicht – und die sind beeindruckend.
Elf Autos weniger pro Carsharing-Fahrzeug
Jedes Carsharing-Fahrzeug ersetzt im Schnitt elf private Pkw. Die rund 15.500 Fahrzeuge der bcs-Mitglieder haben dazu geführt, dass über 116.000 private Autos abgeschafft und mehr als 54.000 Neuanschaffungen vermieden wurden. Ohne Carsharing wären auf Deutschlands Straßen also rund 155.000 Autos mehr unterwegs.
237 Fußballfelder an Parkfläche
Die eingesparten Autos brauchen auch keine Stellplätze: Der bcs rechnet mit rund 1,7 Millionen Quadratmetern Parkfläche, die nicht gebraucht werden – das entspricht etwa 237 Fußballfeldern. Würde man diese Parkplätze neu bauen, kostete das mindestens 2,2 Milliarden Euro.
207.000 Tonnen CO₂ pro Jahr
Pro Jahr sparen die Carsharing-Nutzerinnen und -Nutzer der bcs-Mitglieder rund 207.000 Tonnen CO₂ ein. Der Hauptgrund ist das veränderte Mobilitätsverhalten: Wer Carsharing nutzt, fährt deutlich öfter mit dem Rad und mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Und in Österreich?
Auch hierzulande zeigt sich dieser Effekt. In der Mobilitätsumfrage 2026 von caruso carsharing gaben 60 Prozent der über 500 Befragten an, ihr eigenes Auto deutlich weniger oder gar nicht mehr zu nutzen. Mehr als ein Drittel ist seither häufiger mit Bus und Bahn unterwegs.
Für Gemeinden ist das ein starkes Argument: Ein Carsharing-Standort schafft nicht nur ein Mobilitätsangebot, sondern entlastet auch Parkraum und Ortszentren.



